Wernigerode will sein versprochenes Geld von der Sybil-Group
Der neue Besitzer der Spielbanken von Sachsen-Anhalt, die Sybil-Group macht wegen noch offener Zahlungen wieder einmal Schlagzeilen. Die Investorengruppe aus Israel mit Zentrale in Zypern hat die Rate für die Pachte eines Grundstückes bei Vockerode trotz mehrfacher Aufforderung nicht beglichen.
Der Landkreis Wittenberg schickte nur einen Gerichtsvollzieher vorbei, um die noch offenen 50.000 Euro einzutreiben. Die Unternehmensgruppe sagte dazu, dass es sich um einen Buchungsfehler handelt. Schon die Übernahmen der Spielbanken liefen nicht ohne Probleme ab. Bei der Übernahme der Casinos in Halle, Madgeburg und Wernigerode ließ die Zahlung des Kaufpreises von der Unternehmensgruppe monatelang auf sich warten. Den ersten Termin zur Zahlung im Januar ließ die Sybil Group vorbeigehen.
Kurz vor Ende des zweiten Zahlungstermins zwei Monate später wurde die Kaufsumme von einer Million Euro mit einem Scheck an das Finanzministerium übergeben. Nachdem die Überweisung im Januar nicht stattgefunden hatte, kamen erste Bedenken bezüglich der Liquidität der Gruppe auf. Die israelische Zeitung Haaretz berichtete, dass das Unternehmen im letzten Jahr mehr als 156 Millionen Euro gesammelt habe. Die Gruppe hat vor, auf dem Pachtgrundstück in der Nähe von Vockerode einen Freizeitkomplex mit Casinos, Hotels und einem Kongress- und Wellnesszentrum zu errichten.
Der Geschäftsführer in Deutschland sprach im März von Investitionen im Millionenbereich, diese sollten kurz darauf eingelöst werden. Bei der ersten Präsentation des Vorhabens des Las Vegas des Ostens hatte die israelische Gruppe von einer Gesamtinvestition von 300 Millionen Euro gesprochen. Das Vorhaben waren im Zusammenhang mit Verhandlungen zum Verkauf der Spielbanken eingebracht worden.
Die Sybil-Group will auf dem Pachtgrundstück bei Vockerode einen Freizeitpark mit Kasinos, Hotels sowie einem Kongress- und Wellnesscenter bauen. Deutschland-Geschäftsführer Stefan Sadeh hatte im März von Investitionen in Millionenhöhe gesprochen, die innerhalb der nächsten Wochen erfolgen sollten. Bei der ersten Vorstellung der Pläne für dieses Las Vegas des Ostens hatten die Israelis eine Gesamtinvestitionssumme von 300 Millionen Euro genannt. Die Pläne waren im Zusammenhang mit den Verhandlungen über den Spielbanken-Verkauf ins Spiel gebracht worden.
geschrieben am 10.06.2010 von Laura Koch
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