Vom Millionär zum Spielsüchtigen
Nur vereinzelte Fälle werden bekannt, aber unzählige Fälle gibt es in Wirklichkeit: vom einstigen Millionär durch Glücksspiel in die Schuldenfalle geraten versucht der Betroffene Klaus F. Schmidt nun die Suchtprävention voranzutreiben und sich für mehr Kontrolle zu engagieren, um gegen die Spielsucht vorzugehen.
Die Spielsucht brachte den Multimillionär seinerzeit dazu sein Hab und Gut zu verkaufen, um weiter spielen zu können und trotzdem er mehr verlor als gewann konnte er der Sucht alleine nicht entsagen. Er verspielte seine kompletten Millionen, die etwa einen Wert von 2,5 Millionen Euro hatten.
Mit Hilfe seiner eigenen Geschichte will der 61-jährige nun entschieden gegen die Gesetze klagen und dadurch etwas für die Prävention und für den Kampf gegen die Spielsucht tun. Der derzeitige Glücksspielstaatsvertrag sein Lückenhaft laut Schmidt und würde den Süchten keinerlei Schutz verschaffen. Das Land sorge sich nicht ausreichend um die Betroffenen, denn ansonsten wären schon längst andere Gesetze erschienen und die Kontrollen wären bereits heute schon verschärft zu spüren, so der ehemalige Spielsüchtige.
Angeknüpft an dieses Thema hat der Ex-Millionär ein Buch geschrieben, welches zur Abschreckung dienen soll und anderen Suchtgefährdeten als Prävention dienen soll. Der Titel des Buches heißt "Nichts geht mehr", Mankau Verlag 2009. Der Spielsüchte engagiert sich auch in anderer Richtung und schreibt Briefe an die Gesetzgeber und legt Infoblätter und Flyer in den Etablissements aus, um Suchtgefährdete Vorzuwarnen und etwas für die Suchtprävention zu tun.
Die Spielsucht des ehemaligen Millionärs begann laut eigener Aussage in dem Casino Bad Zwischenahn. Hier hatte der Mann das erste Mal an einer Roulette-Runde teilgenommen und sofort den Adrenalinstoß verspürt, von dem so viele Spielsüchtige sprechen. Seitdem verspürte er den Drang des Spielens immer und immer wieder.
Mit seinem eigenen Schicksal möchte Schmidt nun auch andere Menschen wach rütteln und auf die Suchtgefahr hinweisen und was diese für das eigene Leben bedeuten kann. Er lebt derzeit in einer kleinen Wohnung, die er nicht mehr bezahlen kann, weil er durch seine Spielsucht verschuldet ist.
Die Früherkennung ist laut Experten der wichtigste Weg um die Spielsucht zu bekämpfen. Spieler zu sperren sei ein guter Schritt, doch leider sind die Maßnahmen derzeit laut Expertenmeinungen nicht ausreichend. Die Hoffnung wird auf den neuen Glücksspielstaatsvertrag gesetzt, der derzeit noch ausgearbeitet wird.
Viele hoffen, dass hier mehr Wert auf die Suchtprävention und die Bekämpfung der Spielsucht gelegt wird, denn welche Gefahr davon ausgeht, zeigt das Beispiel von Klaus F. Schmidt nur zu deutlich.
geschrieben am 24.05.2011 von Nina Berger
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