Theo Zwanziger fordert Liberalisierung des Glücksspielmarktes
Die Diskussion um das bestehende Staatsmonopol in der Glücksspielbranche und die Liberalisierung des Marktes führte kürzlich wieder zu Aufregung in der Branche. Diesmal wurden Stimmen aus dem Bereich des Sports laut, die für das Sportwettenmonopol schwarz sehen und sich öffentlich dagegen aussprachen. Der DFB-Chef Theo Zwanziger forderte öffentlich die Abschaffung des Sportwettenmonopols, da durch eben dieses den Sportverbänden Gelder verloren gehen, die von keiner anderen Seite eingeholt werden können.
Die Gamer selbst wenden sich von alleine von der Monopolsituation ab und machen ihre Wetten über ausländische Seiten im Internet. Diese Alternative wird von so vielen Verbrauchern genutzt, so dass die Einbußen mit der Zeit einen zu hohen Stellenwert bekommen haben.
Dadurch, dass es eben diese Ausweichmöglichkeit für die Verbraucher gäbe, ist das Monopol laut Zwanziger überflüssig. Da die Alternativen nicht verboten werden können, müsse das Sportwettenmonopol in Deutschland abgeschafft und nach Ideen gesucht werden, die trotz Privatisierung des Suchtschutz auf dem deutschen Markt gewährleisten.
Zwanziger selbst macht sich Hauptsächlich Sorgen um die verlorenen Gelder. Durch den hohen Verlust könne der DFB den Sportverbänden weniger Geld zahlen, dies wiederum würde zu Missstimmungen in dieser Branche führen. Um dies zu vermeiden bleibe lediglich die Möglichkeit, die entfallenen Gelder durch Steuereinnahmen zu ersetzen. Hierbei gäbe es jedoch selbstverständlich andere Gegner, deren Stimmen spätestens dann laut würden. Der einzige Ausweg sei laut Zwanziger also die Privatisierung im Bereich der Sportwetten, die mit anständiger Kontrolle trotz alledem die Suchtgefahr niedrig halten könnte.
Der DFB-Präsident sieht in dem erhalten wollen des Lottomonopols einen Wiederspruch: nach außen hin wird davon gesprochen, durch das Monopol die Suchtprävention und den Schutz vor der Spielsucht zu gewährleisten, auf der anderen Seite wolle der Staat in Zukunft die Lottoeinnahmen erhöhen. Nach der Meinung von Theo Zwanziger ist dies allein ein Widerspruch in sich. Die Gründe sind für ihn nicht stimmig, weshalb seine Forderung in seinen Augen mehr und mehr gerechtfertigt ist.
Eine Entscheidung muss im nächsten Jahr in jedem Fall getroffen werden. Ob die Forderungen von allen Bereichen abgedeckt werden können, wird sich dann mit der Erneuerung des Glücksspielstaatsvertrages und der Entscheidung über das bestehen bleiben des Staatsmonopols endgültig entscheiden.
geschrieben am 30.12.2010 von Alexander Peters
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