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Thailand verbietet Online-Lotterie


Bisher war die Situation bezüglich der Online-Lotterie in Thailand unklar, denn es war nicht festgelegt, ob diese erlaubt oder verboten werden sollen Der Ministerpräsident Abhisit Vejjajiava hat sich nun gegen die Erlaubnis der Online-Lotterie entschieden.

Die Hauptgründe, die während der Überlegungen für diese Entscheidung sprachen, waren vorrangig der Jugendschutz und der Schutz vor der Suchtgefahr, die von den meisten Glücksspielen ausgehe. Glücksspiel ist generell in Thailand verboten, so auch die Spielautomaten in Casinos und Raststätten. Der Ministerpräsident verglich bei seinen Begründungen die Spielautomaten mit dem Lotterieangebot im Online Bereich und rechtfertigte somit seine Ablehnende Haltung dem Online-Glücksspiel gegenüber.

Das erste Mal kam das Thema Automaten-Lotto im Jahre 1995 auf. ZU der Zeit entstanden dadurch aber einige Probleme, nicht nur auf rechtlicher Ebene. So dass Automaten zwar geliefert, jedoch nie aufgestellt wurden. Unternehmen forderten Schadensersatz. Lotterie als solche gibt es in Thailand schon. Es gibt Lottoscheine, die auf den Straßen verkauft werden. Für die Verkäufer, die meist an einer Behinderung leiden, ist dies eine gute Einnahmequelle.

Die Online-Lotterie würde besonders diesen Menschen extrem schaden. Ein weiterer Grund gegen die Online-Lotterie in Thailand. Die Lottoscheine werden zumeist überteuert verkauft, wenn dies auch verboten ist, damit die Zwischenhändler und die Verkäufer ein gutes Geschäft machen. Die Umsätze sind besonders für die Zwischenhändler beachtenswert. Strafrechtlich verfolgt wird vor Ort kaum jemand.

Die Lotterie in Thailand ist so aufgebaut, dass insgesamt rund 50 Millionen Lose gedruckt werden, mit denen im Schnitt zwischen1000 und 2000 Bath gewonnen werden kann. Die Leute kaufen viele Lose in der Hoffnung damit mehr Gewinne zu machen. Die Einnahmen der Losverkäufe gehen zu 60 Prozent als gewinne wieder raus, zu 28 Prozent verdient der Staat daran und etwa 3 Prozent der Gelder geht an bestimmte Organisationen.

Der Rest geht an die Lottoscheinhändler. Neben dem offiziellen Lottoangebot, gibt es eine Art Lotto-Schwarzmarkt. Da hier die Gewinne höher sind, lockt es viele Spieler an und die Umsätze belaufen sich Schätzungen zu folge auf etwa 300 Milliarden Bath. Der Schwarzmarkt wird unter anderem auch von bestimmten Politikern gedeckt, so die Experten, denn diese können dadurch zusätzliche Gelder einstreichen.



geschrieben am 07.07.2011 von Nina Berger






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