Tasmanien – Neuer Mittelpunkt der Buchmacherbranche und Online Casinos?
Tasmanien hat die Steuern für Firmen der Online Casinos und der Buchmacherbranche spürbar verringert. Die Unternehmen sind nur noch verpflichtet, eine festgelegte jährliche Prämie zu entrichten. Im übrigen Teil Australien werden Stimmen des Widerstands laut. Der abgeschiedene Inselstaat Tasmanien würde vielleicht in naher Zukunft zu den Zufluchtsorten für Unternehmenssitze von internationalen Glücksspielfirmen gehören.
Nach neusten Berichten hat das örtliche Parlament die Abgaben für Unternehmen in der Onlinebuchmacherbranche fast komplett abgeschafft. Dieses neue Gesetz ist offenbar nur ein Bruchteil eines größeren Gesetzesplans, dass bisher kaum beachtet wurde. Dies änderte sich schlagartig, als sich einige australische Medien die Änderung näher betrachtet hatten. Nun muss jedes Unternehmen für Online Buchmacher, das in Tasmanien gegründet wird, lediglich eine jährliche Zulassungsgebühr von einer Viertelmillion Dollar zahlen, so das australische Medienunternehmen Conor Duffy.
Als Konsequenz verfügt Tasmanien einen der geringsten Steuersätze für das Online Glücksspiel auf der Erde. Diese sind ähnlich wie in Malta und Gibraltar, die beliebte Hauptsitze von vielen Firmensitzen von Unternehmen in der iGaming-Branche sind. Die Gründe für die Pläne der tasmanischen Regierung sind einfach zu erkennen, man will schlicht und ergreifend einen verlockenden Geschäftplatz für Geld auf dem virtuellen Glücksspiel etablieren und Arbeitsplätze schaffen. Doch dieser Plan sorgte für großen Unmut in einigen Teilen von Down Under. Doch den kleinen Inselstaat stört dies nicht im Geringsten.
Der Schatzmeister des Landes sagte, dass Tasmanien ein weltweiter Mittelpunkt für Firmen aus dem Buchmacherbereich werden könne. Die Geschichte belege eindeutig, dass Tasmanien aus historischer Schicht für das Glücksspiel sehr viel übrig habe. Der Inselstaat sei der erste Bundesstaat in Australien gewesen, in dem bereits in den 70er Jahren ein Casino seine Pforten öffnen konnte und das den umstrittenen Wettanbieter Betfair schon 2006 eine Lizenz erteilt habe, als das noch ein anderer Staat gewagt hätte, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, so Mr. Duffy.
geschrieben am 20.05.2010 von Alexander Peters
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