Staatsgewinn und eigene Gewinnchancen
Das Glücksspiel ist gerade für die Deutschen eine reizvolle Freizeitbeschäftigung. Egal ob Lotto, ein gepflegter Casinobesuch oder das Zocken im Internet, die Deutschen fühlen sich vom Nervenkitzel wie beflügelt.
Studien hierzu belegen, dass die Hälfte der 16-65-jährigen Deutschen mindestens einmal pro Jahr ein Spielcasino aufsucht. Im Jahre 2008 beliefen sich die Ausgaben für Glücksspiel in Deutschland insgesamt auf 25 Milliarden Euro. Ein stolzes Sümmchen für eine Freizeitbeschäftigung, aber hierbei darf nicht vergessen werden, dass viele der Besuche sich durch einen Gewinn auszahlen können.
Von Besonderem Interesse ist hierbei, wie viel von den Ausgaben tatsächlich als Gewinn wieder ausgeschüttet werden. Einige Zahlen hierbei sind erschreckend. Dass die Gewinnchancen beim Lotto relativ gering stehen, ist den meisten Lottospielern klar. Trotzdem lassen die Spieler sich von einem verlockenden Jackpot bezirzen und investieren ihr Geld in das Glücksspiel. Am Ende schüttet der Staat gerade mal die Hälfte der Lottoeinnahmen als Gewinn wieder aus, der Rest wird vom Staat als Verdienst einbehalten.
In den Casinos fallen diese Zahlen nicht ganz so schlecht für die Spieler aus. Bei höheren Gewinnchancen sind außerdem die Gewinnausschüttungen höher im Vergleich zum staatlichen Lottospiel. Zudem ist der Gewinn laut verschiedener Experten mit Hilfe von Köpfchen beeinflussbar. Hierzu gibt es verschiedene Spielerstrategien, die vielleicht noch keinen zum Milliardär gemacht haben, jedoch die Gewinnchancen laut Spielern erhöhen können.
Stiftung Warentest machte zu den jeweiligen Gewinnausschüttungen, die von den Einnahmen wieder ausgegeben werden eine Studie. Bei Casinobesuchen, Pferdewetten und Automatenspielen fielen die Zahlen im Verhältnis relativ gut aus und die Spieler können sich immerhin mit 60-95% Gewinnausschüttung zufrieden geben.
Spitzenreiter ist hierbei das Roulette, bei dem 97,3Prozent von den Einnahmen als Gewinn wieder ausgegeben werden. Eher schlechter fallen die Ergebnisse für Lotto, Toto und verschiedene andere Lotterien aus, bei denen lediglich 50-60 Prozent als Gewinne wieder ausgeschüttet werden und der Rest des Geldes als Einnahmen in die eigene Tasche wandert. Es wird also deutlich, dass oftmals die Ausgaben für die Spieler höher sind, als die eigentlichen Gewinne am Ende.
Wer aber das Glücksspiel weiterhin als Freizeitbeschäftigung sieht und Spaß am gelegentlichen Spielen hat, ist deswegen ganz und gar nicht zu verurteilen. Glücksspiel ist schließlich keine Berufsalternative als Einnahmequelle sondern lediglich eine beliebte Freizeitbeschäftigung.
geschrieben am 20.12.2010 von Martin Steiner
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