Sportverbände mischen in der Debatte um Glücksspielvertrag kräftig mit
Die Debatte um die Sportwetten bekommt zum Zeitpunkt der Fußball- Weltmeisterschaft einen neuen Aufwind. In einer öffentlichen Reaktion, die ihresgleichen suchte, verlangte der DFB, der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Deutsche Sporthilfe eine staatlich kontrollierte Öffnung des Marktes im Bereich der Sportwetten. Der Glücksspielvertrag könne den Bedürfnissen von Sport und Fans nicht gerecht werden.
Der Vertrag verliere zum Wettmonopol im Jahr 2011 seine Gültigkeit, so müsse eine angemessene Neuregelung ausgearbeitet werden. Diese Forderung sei ein großer Schritt in der Diskussion um die Zukunft von Glücksspiel und Sportwetten, im organisierten Sport sei man sich einig, so der Generaldirektor, der gleichzeitig der Vorsitzende des Arbeitskreises Glücksspiel des DOSB ist. Man habe im Sport eine einheitliche Meinung bezüglich des Glücksspiels in der Bundesrepublik entwickelt. So könne man die politische Diskussion über die zukünftige Neuordnung von Lotterien und Sportwetten aktiv beeinflussen.
Die FDP- Fraktion im Landtag von Niedersachen hatte bereits im April verlauten lassen, dass Glücksspielmonopol des Staates zu stürzen. Dieser Vertrag habe Niedersachsen um etwa 70 Millionen Gewinneinnahmen jährlich gebracht, sagte der Fraktionschef. Er verlangte zudem die erneute Zulassung privater Sportwetten Anbieter und der breit angelegten Lotto Werbung. Der Verrag habe einen milliardenschweren Schwarzmarkt für Sportwetten, insbesondere Fußballwetten geschaffen. Damit sei bewiesen, dass sich der Glücksspielvertrag als untauglich anzusehen sei. Eine Studie des Handelsblattes untermauert Dürrs Ansichten.
Milliarden von Euros gehen Deutschland durch das Wettmonopol durch die Lappen. Die deutsche Bevölkerung gab nach der Studie nur 10 Prozent der insgesamt 7,8 Milliarden bei gesetzmäßigen Anbietern aus. Schon im März wurden Stimmen mehrerer Sportverbände, auch die IPD, der DFL, die BBL, DEL und die Handball- Bundesliga nach einer regulierten Neuordnung der Sportwetten Marktes laut. Dazu gehöre laut des Vorsitzenden des DFL und Sprechers der IPD auch eine Garantie für eine langfristige Finanzierung des Amateur- und Breitensports.
Der professionelle Sport, die privaten und staatlichen Anbieter von Wetten und besonders der ehrliche Wettkunden haben bei diesem System das Nachsehen. Das könne laut dem Vorsitzenden und Sprecher. wohl kaum das Ziel einer staatlichen Regulierung für Sportwetten sein.
geschrieben am 14.05.2010 von Laura Koch
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