Spielbanken Sachsen Anhalt
In Sachsen Anhalt ist die Schließung der Spielbanken abgewendet. Endgültig ist nun der wegen drastisch gesunkener Einnhamen vom Innenministerium Anfang des Jahres beschlossene Casino Verkauf unter Dach und Fach. Die befürchtete Zwangsschließung bleibt somit aus. Die Investorengruppe Sybilgroub blieb als letzter von 5 Interessenten übrig. Der Transaktion hat nn auch das Kabinett zugestimmt, womit auch die letzte Hürde für den Verkauf beseitig wäre.
Das Kabinett folgte dem Vorschlag des Finanzministers Jens Bullerjahn, der bereits letzte Woche vorschlug, die Casinos in Magdeburg, Halle und Werningerorde an die zypriotische Sybilgroup zu veräußern. Das Kabinett gab sein Einverständnis unter der Vorraussetzung, dass bestehende Arbeitsplätze für die nächsten Jahre gesichert seien.
Gäbe es auch nur die geringste Ungereimtheit bei der Durchführung des Geschäfts, so würden die Spielbanken Anfang des kommenden Jahres ihre Tore schließen, so eine Regierungssprecherin. Bisher wurde noch kein fester Termin für die Vertragsunterzeichnung bekannt gegeben. Für die geforderten finanziellen Verpflichtungen muss die Sybilgroub nun bis zum 22. Dezember eine Bürgschaft vorlegen. Für gerade mal eine Million Euro gehen die drei Spielbanken über den Tisch, ein gerade zu lächerlicher Kaufpreis. Alleine der Wert des Casinos in Magdeburg wurde noch vor drei Jahren auf 2.3 Millionen Euro geschätzt.
Den vereinbarten Verkauf bergüßt die FDP, denn nun kann sich das Land rein auf die überwachung des Spiels konzentrieren, so die finanzpolitische Sprecherin der FDP- Fraktion, Lydia Hüskens. Der zu geringe Kaufpreis wurde jedoch von ihr kritisiert. "Es hätten deutlich höhere Einnahmen erzielt werden können, wenn die Spielbanken bereits vor einigen Jahren verkauft worden wären." Damit bekräftigte sie die Kritik vieler Finanzexperten.
Außerdem hatte die Investorengruppe aus Zypern Interesse bekundet, in Vockerode im Landkreis Wittenberg für rund 300 Millionen Euro ein "Las Vegas des Ostens" bauen zu wollen. Ein Casino, Einkaufszentrum und ein Hotel soll das ehrgeizige Projekt vereinen. Ein Sprecher der Sybilgroup teilte jedoch mit, dass dies nur realisierbar sei, wenn das Land die Casino Steuer von derzeit 50 Prozent auf 40 Prozent senke. Der Landtag will bisher nicht von den 50 Prozent abrücken, Bullerjahn hatte allerdings mittgeilt, dass er die Senkung dem Landtag trotzdem näher bringen will. Der ausschlaggebende Punkt könne jedoch die Größe der Investition sein, so der Minister.
geschrieben am 16.12.2009 von sophia
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