Spielbanken in Österreich werden aufgepeppt
Herr Pipal ist seit Anfang Januar nicht nur der Leiter des Casinos in Salzburg, sondern auch für das in Bad Gastein und er hatte eine Menge Ideen im Gepäck. Er hat sei zwei Jahren das Amt des Direktors des Salzburger Casinos, welches sich im Schloss Kleßheim befindet.
Seit dem ersten Januar ist der aus Tirol stammende Pipal auch zwischenzeitlich Leiter des Casinos in Bad Gastein, welches eine Zweigstelle der Casinos Austria ist. Er sei der erste Chef, der vorübergehend für gleich zwei Spielorte verantwortlich sei, so Pipal.
Die zusätzliche Arbeitsstelle in Bad Gastein sei bis Sommer vorgesehen, erst dann stehe fest, ob dieses Prinzip Früchte trägt oder nicht. Er ist von Synergien fest überzeugt und macht den Vorschlag, dass man in den Bereichen Marketing, Controlling und Sicherheit manche Aufgabengebiete zusammenschließen könne.
Die Anzahl der Mitarbeiter wird er nicht verändern, denn vor seiner Stelle als Direktor hatte er von 2006 bis 2008 die Position eines Zentralbetriebsrats und eines Aufsichtsrats im Casino von Kitzbühel. Das Bad Gasteiner Casino, welches im Vergleich zum Standort in Salzburg mit einem Umsatz von 13 Millionen Euro einen Gewinn von nur rund einer halben Million einfahren konnte, befindet sich im ehemaligen Hotel L Europe.
Hier wird nur von Weihnachten bis Ostern und in den Sommerferien Roulette gespielt, auch daran will der Direktor nicht rütteln. Der bauliche Zustand des historischen Zentrums von Gastein bereitet ihm mehr Kopfzerbrechen. Wenn der Verfall weiter fortschreite, müsse über den Standort diskutiert werden. Ihm fehlen aber nicht die Ideen für das so genannte "Monte Carlo in den Alpen".
Mithilfe einer Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband und einem Verbund im Bereich Automaten, soll jeder Hotelgast im Ort einen Gutschein fürs Casino auf den Kopfkissen vorfinden. Damit kann man schon mit einem Spiel eine halbe Million gewinnen.
Auch dem Ort Kleßheim will Pipal ein neues Image verleihen, denn schon im Frühling ist das Hoyos-Schlößchen, welches sich neben dem Golfplatz befindet, vollkommen renoviert, dieses Gebäude steht dann für kleiner Veranstaltungen bereit. Im März soll die "Casino Business Academy" geöffnet werden, hier sollen Menschen infolge von neuen Persönlichkeitsseminaren ihren Charakter kennen lernen und dabei ihr Spielverhalten miteinbeziehen.
Im kommenden Jahr möchte der Direktor auch dem Schlosspark mit Spielen aus Lichtfarben und Musik ein neues Gesicht geben. Pipal ist verheiratet, hat zwei Kinder und eine Enkeltochter. Der vier Wochen dauernde Urlaub im Mai ist ihm heilig, denn da macht er eine Fahrrad- oder Trekkingtour.
Diese brachte in vor zwei Jahren von Innsbruck nach Rom, aber dieses Jahr wird Skandinavien in Angriff genommen. Hier kann er ausspannen und neue Ideen entwickeln.
geschrieben am 07.02.2011 von Martin Steiner
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