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Spielbanken in der Krise


Die Krise hat seit langem auch die deutschen Spielbanken erreicht. Neu veröffentlichte Zahlen sind jedoch schlimmer als erwartet. Seit der Gründung der ersten deutschen Spielbank 1748 stand es um die deutschen Spielbanken noch nie so schlecht wie in den letzten Jahren. "Seit 2008 ist der Umsatz um 32 Prozent gesunken", sagt Martin Reeckmann, Sprecher des Bundesverbandes privater Spielbanken in Deutschland. "Selbst die Länder, die vom Umsatz – nicht vom Gewinn der Banken zwischen 25 und 90 Prozent an Abgaben kassieren, werden langsam nachdenklich.", meint Reeckmann.

Die Zeichen der Krise sind deutschlich, so spielt Sachsen Anhalt seit dem ersten Januar nicht mehr im großen Casino Spiel mit. Mit jährlich 1,5 Millionen Euro musste das Land die Spielbanken subventionieren. Daher wurden die Spielbanken an ein Unternehmenskonsortium mit Sitz auf Zypern verlauft.

Die Casinos der Bupris haben allerdings nicht so gute überlebenschancen. "Wenn die Gesetzgebung nicht geändert wird und alle Glücksspielanbieter gleich behandelt werden, sieht es finster für die Spielbanken aus.", so Reeckmann. Laut Reeckmann ist der Glücksspielstaatsvertrag und das Nichtraucherschutzgesetz schuld an der Spielbanken Krise. Es sei eine Wettbewerbsverzerrung. Die Casinos selbst müssten die Nutzer der Spielautomaten Bereiche per Ausweis kontrollieren Suchtpräventionsprogramme erarbeiten, den Nichtraucherschutz garantieren und wenn nötig auffällige Spieler sperren.
Obwohl die Suchtrate bei reinen Spielautomatenspielern viel höher sei als bei den Casinogängern, werde das alles vom Spielhallenbetreiber um die Ecke nicht erwartet. „Das befremdet“, beschwert sich Reeckmann. Die bei den Spielbanken ausgeschlossenen Gäste spielen fröhlich in den Spielhallen weiter: "Unser Verbot führt zu Verdrängung. Es gibt jetzt weniger Kontrolle in Sachen Spielsucht als vorher."

Völlig unausgewogen sei laut Reeckmann auch die Besteuerung. "Die Spielbanken zahlen durch ihre Abgaben an die Länder ein Vielfaches dessen, was Spielhallen berappen müssen." Von diesen wird lediglich einen Vergnügungssteuer verlangt. Das Problem wäre fast gelöst, wenn alle Glücksspieleinrichtungen den gleichen Steuersatz zahlen müssten. Die Chancen, dass das geändert wird stehen schlecht.
"Wahrscheinlicher ist es, dass der Staat die Abgaben aufrecht erhält und die Spielbanken meistbietend verkauft. Das wäre dann das Ende der deutschen Glücksspielkultur.", so Reeckmann frustriert.



geschrieben am 13.01.2010 von sophia






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