Sperrzonen, Beschränkungen und strengere Regelungen in Hamburg
Wie in vielen anderen Städten und Bundesländern auch ist derzeit in Hamburg von einem eigenen Spielhallengesetz die Rede, mit welchem die Flut der Spielhallen eingegrenzt und die Situation rund um die Spielhallen unter Kontrolle gebracht werden soll.
Von Seiten der Grünen sollte bereits im letzten Jahr ein solches Gesetz in Hamburg verabschiedet werden. Nun hat die SPD ein solches Gesetz entworfen, doch die Grünen kritisieren das Gesetz, da es ihrer Meinung nach nicht weit genug gehe.
Der Senat hat die Forderung der grünen ernst genommen und plant nun die Umsetzung eines Spielhallengesetzes in Hamburg. Dieses soll den Wildwuchs der Spielhallen eindämmen. Auch wird in der Flut der Spielhallen ein Grund für die steigende Spielsucht innerhalb der Bevölkerung gesehen. Um die Spieler langfristig schützen zu können, soll nun das Gesetz seinen Teil dazu beitragen. Das Gesetz soll es auch den Bezirken vereinfachen die Flut der Spielhallen einzugrenzen.
Der Entwurf für das Spielhallengesetz stammt von der SPD. Dieses Gesetz gehe laut der Grünen bereits in die richtige Richtung, sei jedoch noch nicht konkret genug. Die Grünen fordern eine weiter reichende Sperrzone zum Schutz vor Jugendeinrichtungen und Schulen und die Einführung einer zentralen Sperrdatei. Ähnlich wie bei den Zigarettenautomaten fordern die Grünen eine Ausweiskontrolle an den Spielautomaten, die über die gleiche Technik wie bei den Zigarettenautomaten funktionieren soll. Damit sollen vor allem Kinder und Jugendliche vor dem Glücksspiel und damit auch vor der Spielsucht bewahrt werden. Die SPD plant nun die Vorschläge der Grünen in der Umsetzung der eigenen Pläne zu berücksichtigen.
Für die bestehenden Spielhallen soll es nach den Grünen eine Übergangsfrist geben, aber dann sollen auch die bestehenden Hallen von den Regelungen betroffen sein. Inwiefern dies sich umsetzen lässt bleibt vorerst noch abzuwarten. Nach den neuen Regelungen sollen Abstände von 300 Metern zu Jugendeinrichtungen und Schulen eingehalten werden. Auch sollen die Spielhallen selbst einen Abstand untereinander einhalten. Durch die festgelegten Abstände erhoffen die Verantwortlichen sich einen Stopp des Baus von weiteren Spielhallen erzwingen zu können.
Suchtexperten raten zusätzlich die Einführung einer Sperrdatei. Sie geben an, dass ihre Erfahrungen im Bereich der Spielbanken ihnen aufgezeigt haben, dass die Möglichkeit der Speerrung vielen Suchtkranken enorm weiter geholfen hat. Aus diesem Grund sollte auch bei den Automatenhallen eine Sperrdatei angelegt werden, auf die die Spieler gesetzt werden oder sich selber setzen lassen können.
geschrieben am 12.11.2012 von Nina Berger
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