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Schleswig Holstein fühlt sich im Recht


Das Online Glücksspiel und im speziellen auch Online Poker führt auf vielen Ebenen zunehmend zu Diskussionen. Eine Studie belegte kürzlich, dass in Deutschland das meiste Geld für Poker im Internet ausgegeben wird.

Durch diese Tatsache fühlt Schleswig Holstein sich auf dem richtigen Weg, denn hier wird die einzige Möglichkeit als Kampf gegen den Schwarzmarkt in der angemessenen Regulierung des Marktes gesehen.

Die besagte Studie wurde von dem Forschungsinstitut für Glücksspiel und Wetten im Auftrag der TÜV TRUST IT Unternehmensgruppe TÜV Austria durchgeführt. Die Studie ergab mit eindeutigen Zahlen, dass Online Poker den größeren Marktanteil im Vergleich zu Sportwetten einnimmt. Insgesamt soll der Bereich Online Poker ein Drittel, des gesamten Online Marktes beanspruchen.

Zusätzlich wurde näher untersucht, von welchen Spielvarianten am meisten Suchtgefahr ausgeht. Im Vergleich mit den Sportwetten wurde No Limit Holdem Poker genauso suchtgefährdent eingestuft, nämlich mittelmäßig. Im Nächsten Jahr soll die Studie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, damit diese sie einsehen kann.

Seit dem Alleingang von Schleswig-Holstein nutzen die Politiker des Bundeslandes jede Möglichkeit, um ihre Sichtweise auf die Dinge zu unterstreichen. Beispielsweise konnten Die Verantwortlichen es nicht unterlassen, nach dem Sieg von Pius Heinz die Sichtweisen der anderen Bundesländer zu kritisieren. Zumal der neue Pokerweltmeister sein Können und Wissen im Bereich Poker laut Medien im Internet gelernt hatte.

Schleswig-Holstein gibt im Zuge dessen an, dass die Liberalisierung die einzige Möglichkeit sei, um den Schwarzmarkt zu bekämpfen und gegen Spielsucht und Kriminalität vorzugehen. Auch der Spielerschutz könne besser durch einen regulierten Markt gewährleistet werden. Die neuste Studie zum Thema Online Poker bestätigt laut eigener Aussage die Ansichten von Schleswig-Holstein und sollte eigentlich auch den anderen Bundesländern beweisen, wie wichtig die Liberalisierung des Online Glücksspielmarktes sei.

Online Poker scheint laut Studie in Deutschland sehr beliebt zu sein: Etwa ein Prozent der Deutschen spielen Poker im Internet. Der Online Pokermarkt ist in Deutschland der zweitgrößte der ganzen Welt und etwa 10 Prozent der Online Pokerer sind Deutsche. Durch das Verbot von Online Poker ist klar, dass dies alles auf dem Schwarzmarkt passiert.

Das illegale Pokerspiel kann nicht unterbunden werden und daher ist dadurch auch die Suchtgefahr für viele Glücksspieler größer. Deshalb wird von vielen Seiten gefordert, dass der Markt liberalisiert werden müsste, um den Schwarzmarkt zu bekämpfen, Kriminalität in dieser Richtung zu verringern und die Suchtgefahr einzuschränken.

Während die meisten Bundesländer auf ihrer Meinung beharren und die Öffnung des Glücksspielmarktes nicht befürworten wollen, sieht sich das nördliche Bundesland Schleswig-Holstein auf der richtigen Seite. Auch die Bewerbung des Glücksspiels bei Sportveranstaltungen oder auf Trikots wird in Schleswig-Holstein erlaubt sein.

Diese Tatsache haben viele Unternehmen bereits ausgenutzt und es wurden beispielsweise Verträge zwischen dem Handballverein THW Kiel und dem Sportwettenanbieter bwin geschlossen, genau wie PokerStars bereits in dieser Richtung aktiv wurde und den Stadionnamen des VFB Lübeck gekauft hat.

Durch diese Sponsorverträge fließen Gelder in die Kassen des Bundeslandes, was den Politikern und den Bürgern Schleswig-Holsteins letztlich zu Gute kommen soll.



geschrieben am 20.12.2011 von Alexander Peters






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