Casinomitarbeiter in Schleswig Holstein auf den Barrikaden- Angestellte von Spielhallen verlangen mehr Rechte
Eine ungewöhnliche Protestaktion unterbrach eine Sitzung des Landtags in Kiel. Die Angestellten der Spielhallen im Bundesland Schleswig-Holstein forderten nun zum allerersten Mal seit der Casinogründung mehr Rechte für sich ein. Der Glückspielbranche geht der Bundeskoordinierung Spielbanken der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft langsam aber sicher die Luft aus.
Seit Anfang dieses Jahres bilden die Spielhallen eine landeseigene Gesellschaft und die Privatisierung der Casino ist beschlossene Sache, dazu ist es aber notwendig, die Glückspielbeiträge anzupassen, damit das Konzept bei den Investoren erneut reges Interesse findet. Die Gewerkschaft Ver.di und die Angestellten der Spielhallen gaben den Abgeordneten ein Dokument in dem sie die Verantwortung von Schleswig-Holstein und die Neugliederung der Casino einforderten.
Die Steuersätze, die Vergleich zu anderen Bundesländern, in den oberen Regionen liegen, sollen gesenkt werden. Investitionen sind zwingend notwendig, dass die traditionellen Spiele der Casinostandorte dahingehend etliche Jahre sträflich vernachlässigt wurden. Dies trifft auch auf die Angestellten zu, die seit 10 Jahren keine Tariferhöhung mehr gesehen haben, auch hier ist das Land in der Verantwortung. Die nicht stattgefundene Erhöhung hatte in dieser Zeit einen Nettoeinkommensverlust von 40% für die Mitarbeiter zur Folge. Diese Ansprüche können mit Fug und Recht gestellt werden. Auch Ver.di sicherte tatkräftige Hilfe zu und stand bei der Ausarbeitung der Forderungen mit Rat und Tat zur Seite.
Die Mitarbeiter verlangen eine unverzügliche Anpassung der Steuersätze auf Europa-Ebene, die 50 Prozent betragen, sowie die Aufklärung der Frage, wer die Casinos zukünftig führen wird. Des Weiteren wird gefordert, dass Restrukturierungsmaßnahmen auf der Stelle beendet werden und unmissverständliche Aussagen zu den Standorten gemacht werden. Es werden Äußerungen im Bezug auf die Debatte um den Glückspielstaatsvertrag und die Konsequenzen auf die Spielhallen und das Bestehen bleiben der deutschlandweiten Schließtage auch in Schleswig-Holstein eingefordert.
Die Angestellten verlangen individuelle Festgehälter, einen Ausgleich der Nettoverluste aus den vergangenen zehn Jahren von bis zu 40 Prozent, Sozialleistungen, eine Rentenvorsorge sowie bis zu 10 Prozent Boni aus dem Trinkgeld.
Die Angestellten arbeiten unter Bedingungen, die kein anderer Berufszweig stellen würde. Einer der Protestierenden meinte, dass das Glücksspiel geringer geschätzt würde und man deswegen mit den Mitarbeitern so etwas erlauben könne.
geschrieben am 25.03.2010 von Nina Berger
Weitere Casino Artikel
25.03.2010 - Casinomitarbeiter in Schleswig Holstein auf den Barrikaden- Angestellte von Spielhallen verlangen mehr Rechte
24.03.2010 - Cryptologic und Betsson schließen einen Erfolg versprechenden Vertrag ab
23.03.2010 - Kanada ist der neue Stern am Casinohimmel- USA hat das Nachsehen
22.03.2010 - Aufklärung im Poker Turnier Überfall von Berlin zum Greifen nahe
18.03.2010 - Der Preis ist heiß – Poker Stars sponsert einem Spieler Traum Job
16.03.2010 - Geplantes Casino am Bahnhof Zoo in Berlin wird nun doch nicht gebaut
12.03.2010 - Casino oder kein Casino? Das ist die Frage in Liechtenstein
10.03.2010 - Diese Region ist eine Messe wert - Die Niederrheinregion in neuem Glanz
09.03.2010 - Gutachten überführt Novomatic: Spielautomaten verstoßen gegen Gesetze
08.03.2010 - Die European Poker Tour in Berlin Schauplatz eines unfassbaren Überfalls
|
Gratis Testberichte sowie kostenlose Casino Bonus Aktionen direkt an die Mailbox:
|
Alle Artikel zu online Casinos, Wetten und Glücksspiel findet man im Archiv nach Monaten geordnet:
|