Wann ist bei der Werbung eine moralische Grenze erreicht?
Ein Werbespot in Bezug auf PokerStars, der der erste Anbieter von Online Poker auf dem Markt ist, wurde von den deutschen Flimmerkisten verbannt. Die gewaltsame Präsentation machte viel Wirbel und sorgte für einen kleinen Skandal.
Online Poker hat sehr wahrscheinlich weniger Gewalt zur Folge und ist sicherer, als das Pokern in Hinterzimmern. Das Unternehmen übertrat mit seinem Werbespot einige Grenzen und so wurde der eineinhalb Minuten dauernde Spot von den Bildschirmen verbannt, da er ziemlich gewaltverherrlichend ist.
Der Sport hat die Sicherzeit der virtuellen Online Poker Version des Unternehmens PokerStars zum Thema. Die Protagonisten sind das Team des Unternehmens in der Bundesrepublik. Diese pokern miteinander, als auf einmal das Chaos losbricht.
Die Attacken gegen die Spieler sind nicht besonders lieblich, denn einem wird die Kehle aufgeschlitzt, ein andere bekommt einen Ninja-Stern ab und ein dritter wird wie eine Adventskerze angezündet.
Die Intention des Unternehmens war wahrscheinlich, darauf aufmerksam zu machen, dass Online Poker weniger Betrugsgefahren aufweist, dass keine Chips gestohlen werden und keine Körperverletzung stattfinden kann.
Das Unternehmen will den Sicherheitsaspekt hervorheben, die am realen Pokertisch nicht sichergestellt werden kann. Mit dieser Reklame katapultierte sich PokerStars weit über die Grenzen des guten Geschmacks hinaus und verletzten die Gefühle des Publikums.
Nach dem dieses Urteil gefällt wurde, nahmen Mitglieder des Forums von Two Plus Two die Story mit The Fly auf und sagten, dass das deutsche Team von PokerStars nicht länger auf der Liste sei.
Einer der deutschen Teamprofis antwortete auf eine dazu gestellte Frage, dass der Grund bei juristischen Schwierigkeiten liege und bestätigte, dass ein Zusammenhang mit der Werbung im Fernsehen bestehe.
Es könnte möglich sein, dass der Spot ohne die Erlaubnis der Zentrale, die sich auf der Isle of Man befindet, erstellt wurde und dort nicht himmelhochjauchzend aufgenommen wurde.
Zudem beugt die Verbannung aus dem deutschen Fernsehen nicht vor, dass die Reklame für das Publikum zu sehen sein wird. Die unendlichen Weiten des World Wide Web tun das Ihrige und der Werbespot kann auf der Plattform YouTube und diversen Pokerforen angeschaut werden.
geschrieben am 27.12.2010 von Martin Steiner
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