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Pokerräuber von Berlin schwer beschuldigt


Die Täter hatten beim Pokerraub im März in einem Luxushotel mehr Glück als Verstand, denn der Safe war bereits auf. Doch im Prozess vor dem Landgericht Berlin ist ihnen das Glück nicht hold, denn Zeugen beschuldigten sie, brutal vorgegangen zu sein.

In diesem Verfahren haben etliche Augenzeugen die Räuber schwer beschuldigt. Ein ehemaliger Sicherheitsmann klagte zwei der vier Beschuldigten vor der Jugendstrafkammer des Gerichts an, ihm Tritte versetzt zu haben, als er bereits wehrlos am Boden lag. Seit diesem Überfall habe er Schlafstörungen und könne seiner Arbeit nicht mehr nachgehe, so der Wachmann. Bisher gab nur einer der Angeklagten zu, ihn geschubst zu haben. Ein zweiter Sicherheitsbeamter gab an, in dem Handgemenge mit den Tätern habe er sich durch die Machete eine leichte Verletzung zugezogen.

Er habe nichts zur Hand gehabt, womit er sich hätte schützen können, so der 36 Jahre alte Mann, der wie seine Kollegen keine Waffen bei sich getragen habe. Es sei der perfekte Moment für die Täter beim Überfall gewesen, denn der Tresor habe offen gestanden. Ein Kollege mit einer Waffe, der den Safe hätte schützen sollen, war aufgrund eines Verkehrsunfalls nicht anwesend. Er war gänzlich allein, so der Wachmann. Das Poker Turnier wurde im März dieses Jahres in einem Berliner Luxushotel abgehalten. Ein 19 Jahre alter junger Mann, der dort als Praktikant tätig war, sagte auch aus. Er habe sich naiv wie er war, eingemischt. Im Gerangel hatte er die Laptoptasche sichern können, in der die Beschuldigten den Löwenanteil der Beute untergebracht hatten.

Sie seien auf ihn losgegangen und er habe sich an der Schulter verletzt. Ein EDV-Fachmann, der sich beim Poker Turnier am Registrierungsschalter befand, klagte einen der Beschuldigten massiv an. Auf einmal habe jemand vor ihm gestanden und ihm eine Waffe ins Gesicht gehalten, so der 41jährige. Er habe Panik bekommen, da er Angst hatte, es könnte ein Schusswechsel zwischen den Tätern und dem Wachpersonal stattfinden. Er habe sich aber in Sicherheit bringen können und sei unverletzt geblieben. Die vier Täter im Alter von 19 bis 21 Jahren hatten im März das größte Pokerturnier Deutschlands überfallen und über 240.000 Euro mitgehen lassen.

Alle Räuber haben die Tat bereits gestanden. Bisher hat nur einer der Täter zugegeben, einen Wachmann geschubst zu haben. Auch der Ort der Beute, von der bis jetzt nur 4.000 Euro wieder da sind, bleibt unklar. Zwei vermutliche Initiatoren der Tat befinden sich in Untersuchungshaft und warten auf ihr Verfahren.



geschrieben am 29.06.2010 von Nina Berger






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