Online Glücksspiel wahre Goldgrube
Wenn man in Österreich in etwas weiter als die Deutschen ist, dann ist das mit Sicherheit im Profitieren von Gewinnen aus dem Bereich Online Glücksspiel der Fall. Das unrechtmäßige Spielen auf ausländischen Plattformen ist auch in Österreich verboten.
Dennoch verschaffte die eine staatlich erlaubte Online Plattform, die die Spieler nutzen, um ihre Wetten zu tätigen, dem Staat im Jahr 2009 in Zeiten der Krise hohe Gewinne ein. Damit war die Seite win2day der Goldesel der staatlichen Lotterien in Österreich.
Hier verdient der Staat beim Glücksspiel nicht nur ordentlich Steuern, sondern auch an den Spielgebühren. Im letzten Jahr lagen diese Einnahmen dank der Plattform und dem Video Lotterie Terminal bei stolzen 18,65 Millionen Euro. Hier sind die Steuern noch nicht mit eingerechnet.
Das Lieblingskind der Österreicher war schon immer die Lotterie, nun scheint das Online Glücksspiel immer mehr in den Fokus der Spieler zu rücken. 2005 betrugen die Steuern aus Gewinnen aus den elektronischen Lotterien knapp 9 Millionen Euro, heute ist es mehr als doppelt so viel.
Wie sich die Gewinne nach der Gültigkeit des neuen Glücksspielgesetzes entwickeln werden, ist noch nicht vorauszusehen. Auch die Plattform win2day zieht ihren Nutzen aus der wachsenden Resonanz der Online Angebote. Sie machte im letzten Jahr einen Gewinn von über eine Milliarde Euro, die entspricht einem Wachstum von 13 Prozent. Auch Sportwetten und weitere Sportwetten sind in Österreich sehr populär und brachten dem Staat hohe Gewinne ein.
In Wien, Niederösterreich und dem Burgenland betrugen die Einnahmen im letzten Jahr mehr als 8 Millionen Euro im Bereich Sportwetten und auf mehr als 1 Million Euro im Bereich Sonstiges Glücksspiel. In den restlichen Bundesländern betrugen die Einnahmen zwischen über 110.000 Euro und knapp 913.000 Euro. Nach der Erneuerung des Glücksspielgesetzes werden die Stimmen der Stellen für Suchtberatungen in Salzburg und Niederösterreich immer lauter.
Das "Institut Glücksspiel & Abhängigkeit" und die "Selbsthilfegruppe Anonyme Spieler" sind der Ansicht, dass Bund und Länder mit dem Unglück der Spielsüchtigen reich werden, aber die Hilfsstellen bekämen nicht mehr finanzielle Unterstützungen seitens des Staates.
Es existieren zwar auch klinische Beratungsstellen, die von Staat unterstützt werden, aber nach dem Willen der beiden Einrichtungen sollen auch nichtklinische Stellen einen Teil der Abgaben aus Glücksspiel bekommen. Viele Suchtkranke wollten sich lieber anonym in einer privaten Einrichtung Hilfe holen, anstatt die Psychiatrie um Hilfe zu bitten.
Dort sei man gezwungen, die Anonymität aufzugeben, wenn das der Arbeitgeber erfahren, so Roman Neßhold vom Salzburger "Institut Glücksspiel & Abhängigkeit" gegenüber der APA. Die Einrichtung geht in diesem Jahr von 350 bis 400 Hilfeanfragen aus. Um hier helfen zu können, bedürfe es einer stabilen Finanzierung, damit man nicht dauernd betteln müsse und von Spenden abhängig sei, so Neßhold.
geschrieben am 17.08.2010 von Nina Berger
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