Neue Medien und Suchtgefahr für Jugendliche
Im heutigen Zeitalter, der modernen Welt, gehören Computer Spiele und Online Games quasi zum Alltag dazu. Eine Vielzahl an Jugendlichen verschiedenen Alters unterliegt der Suchtgefahr, die die Online Spiele mit ihren Fantasiewelten auf die Spieler ausüben.
Indem der Spieler ein eigenes Wesen erfindet, mit einem eigenen Namen und einem eigenen Aussehen, verschmilzt der Spieler vor dem Bildschirm nach längerer Spielzeit mehr und mehr mit dem selbst erfundenen Fabelwesen. Gerade die Jugendlichen schaffen eine Figur, mit der sie sich im Verlauf immer mehr identifizieren können.
Dies birgt eine hohe Suchtgefahr. Eines der bekanntesten Spieler dieser Art ist das populäre "World of Warcraft". Eltern sorgen sich zunehmend um ihre Kinder, die diesen Spielen nachgehen, da ihr Verständnis und ihr Interesse für diese Art von Beschäftigung zumeist nicht ausreichen.
Auch für die Eltern gibt es im Kreis Siegen jedoch genug Anlaufstellen, bei denen sie um Rat fragen als auch Hilfe suchen können. Da die Suchtgefahr vor allen Dingen bei jungen Menschen sehr hoch ist, liegt es bei den Eltern die Sucht zu begreifen und Hilfe dagegen in Anspruch zu nehmen.
Bei den Suchtberatungsstellen der Umgebung sind die Mitarbeiter vor Ort speziell auf solche Situationen vorbereitet. Oben beschriebene Computerspiele gehören zu den "Neuen Medien". Diese führen besonders bei den Jugendlichen leichter zur Spielsucht. Eine Studie belegt, dass Teenager zumeist wenn sie diese Spiele nutzen, im Schnitt 4 Stunden täglich damit beschäftigt sind.
Die Suchtgefahr liegt hier etwa bei 8,5 Prozent. Suchtgefahr bedeutet in diesem Zusammenhang nicht nur die regelmäßige Nutzung der neuen Medien und das leben in der virtuellen Welt, sondern darüber hinaus die Entzugserscheinungen, die auftreten, sobald an bestimmten Tagen oder zu bestimmten Zeiträumen das Spielen verboten wird oder nicht möglich ist.
Bei den sogenannten "Neuen Medien" kommt es sehr oft vor, dass di9e jungen Spieler sich zu Spielgruppen zusammen schließen, um in der virtuellen Welt gemeinsame Aufgaben zu bewältigen. Im Zuge dieses Spielverhaltens werden die Aufgaben und die Kontakte in der Realität vernachlässigt, was ein deutliches Anzeichen für die aufkeimende Sucht ist. Oft äußert sich dies auch im Verhalten der Jugendlichen, die beispielsweise aggressiv werden, wenn die Eltern sie aus scheinbar "unwichtigen" Gründen von ihrer Spielbeschäftigung wegholen wollen.
Experten warnen jedoch auf der anderen Seite auch davor, diese Spiele alle gleichermaßen über einen Kamm zu scheren. Es sind nicht die Spiele selber, sondern die nicht vorhandenen oder wenigen Regeln, die hauptsächlich dazu führen, dass Jugendliche der Sucht unterliegen können. Daher sollte man nicht pauschal verurteilen, sondern Regeln und Gesetze schaffen, die beispielsweise die Spieldauer pro Tag eingrenzen und bestimmte Zugangsvoraussetzungen festlegen.
Auch die Eltern können hierbei ihren Teil dazu beitragen, indem sie Verbote formulieren und Einschränkungen festlegen, so dass die jungen Spieler lernen, mit den Spielen richtig umzugehen und diese lediglich als Mittel zur Unterhaltung für zwischendurch nutzen, ohne der Sucht zu unterliegen.
geschrieben am 06.07.2011 von Martin Steiner
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