Lächeln für den Poker Sieg
Menschen die lächeln machen nicht nur einen freundlichen Eindruck, sie wirken auch auf ihre Mitmenschen sympathisch. Dies ist dann der Fall, wenn das Lächeln echt ist. Auch beim Pokerspiel kann es sich wirklich lohnen zu lächeln. Dies erbrachte ein vor kurzem veröffentliche Studie der renommierten Universität von Harvard. Hieraus geht ganz klar hervor, dass Sieger lächeln.
Das Pokerface der Spieler gehört zum Table Image dazu wie das Amen in der Kirche, soviel steht jedenfalls fest. Bisher ging man davon aus, dass ein unnahbarer Ausdruck oder vorgetäuschte Emotionen den Erfolg garantieren. Hier hat man falsch gewettet, denn die Konkurrenz lässt sich viel eher von einem entwaffnenden Lächeln aus der Fassung bringen als von einem steinernes Gesicht.
Die oben genannte Studie basiert auf einer Versuchsanordnung, bei der Anfänger im Pokerspiel Texas Holdem spielen mussten. Ob und wie gut diese Version beherrschten, wurde vorher mittels eines Fragebogens ermittelt. Die Testpersonen sollten dabei 70 von 100 Punkten erreichen. Im Verlauf der folgenden Texas Hold’em Runden mussten die Spieler mithilfe ihrer Karten und der Miene des Gegners entscheiden, ob sie mit einem Call oder einem Fold antworteten.
Bei einem Erfolg bekamen die Testpersonen 5.000 Chips, bei einer Niederlage zog man ihnen 5.000 Chips ab. Bei einem Fold gingen den Teilnehmern 100 Chips flöten. Die Versuchsanordnung wies klar aus, dass eine willkürliche und einschüchternde Mimik sowie ein versteinerter Ausdruck die Entscheidungen der Testspieler kaum beeinflussten.
Trafen diese jedoch auf ein lächelndes Gesicht, verlängerte sich der Zeitraum für die Entscheidungsfindung und diese erwiesen sich häufig als falsch. Der Grund hierfür ist, dass ein lächelndes Gesicht Selbstbewusstsein bedeutet. Fehler gegen die seriösen Gegner seien das Resultat einer gesteigerten Angst zu verlieren. Diesen Leuten traue man bessere Hände zu als Spielern mit steinerner Miene.
Mit Sicherheit spielt der Einfluss des lächelnden Gesichts bei den Poker Profis nicht mehr eine so bedeutende Rolle. Hier zählen ganz andere Aspekte wie Menschenkenntnis und ein breit gefächertes Wissen über die Strategien und die Gewohnheiten der Mitspieler. Ob ein Phil Ivey wirklich noch öfter gewinnen würde, könne man nur mit einem Feldversuch ermitteln.
Eins steht jedoch fest: Für den Pokerneuling ist es von Vorteil, seinen Konkurrenten mit einem offenen Lächeln zu begegnen und nicht immer nur eine steinerne Miene zur Schau zu tragen. Natürlich sollte er dies nur in angemessenen Situationen tun. Abwechslung von Verhaltensweisen und von Entwicklungen des Table Images, das nicht gleich ersichtlich ist, ist hier wichtig. Auch dies will gelernt sein.
geschrieben am 25.08.2010 von Martin Steiner
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