Neue Erkenntnisse in Bezug auf Internet- und Glücksspielsucht
Wenn man der Ansicht ist, dass Sucht in den Bereichen Internet und Glücksspielsucht ein und dasselbe sind, der täuscht sich. Zu diesem Resultat ist eine Studie, die vor kurzem in Down Under publik gemacht wurde, gekommen.
Sie wurde von Dr. Dowling von der Universität in Melbourne und M. Brown von der Monash Universität ins Leben gerufen. Nun muss man im Hinblick auf diese beiden Süchte eine andere Sichtweise entwickeln. Internetsucht verursacht Glücksspielsucht und umgekehrt, das war die bisher vorherrschende Meinung.
Wer sich gerne und viel im Netz tummelt, der wird auch Kontakt mit Glücksspiel haben und der Sucht anheim fallen. Umkehrt wird derjenige, der spielsüchtig ist auch das Internet nutzen, um dort noch einfacher seiner Sucht frönen zu können.
Diese Vermutungen haben sich als unwahr entpuppt. Die Studie die den nicht ganz einfachen Titel Commonalities in the Psychological Factors Associated with Problem Gambling and Internet Dependence (zu deutsch etwa Gemeinsamkeiten psychologischer Faktoren im Zusammenhang mit Glücksspiel- und Internetsucht) trägt, fand etwas ganz anderes heraus.
Laut ihr können beide Süchte unabhängig voneinander existieren und sind nicht aneinander gekoppelt. Zwar ist die Suchtentwicklung an bestimmte Charaktereigenschaften gebunden, dies ist aber auch bei anderen Süchten der Fall.
Personen mit ähnlichen psychologischen Profilen sind eher anfälliger für Süchte als andere Menschen mit anderen Eigenschaften. Besonders gefährdet sind Menschen, die zu Depressionen und Ängsten tendieren oder mit Stress und Alleinsein zu kämpfen haben. Diese seien deutlich anfälliger für Suchtverhalten.
Doch die Studie ergab auch, dass diese Personen entweder der Internetsucht oder Glücksspielsucht verfallen, sie verfielen aber nicht beiden. Wenn man von Glücksspielsucht oder Spielsucht generell spricht, dann gehören auch Videospiele, Rollenspiele und andere dazu.
Man darf das Internet nicht als Wurzel allen Übels sehen. Die Suchtphänomene haben zwar vieles gemeinsam und auch die Personen, die eine Sucht entwickeln, weisen ähnliches Verhalten auf. Dies tritt aber nicht aufgrund der Internetsucht oder der Spielsucht auf.
Beide Süchte müssen laut der Studie unabhängig voneinander betrachtet werden. Hier zeigt sich, dass die Behandlung dieser Süchte eine intensive Beschäftigung mit den Betroffenen voraussetzt. Die passende Behandlung verlangt ein klares Wissen um die Symptome aber auch Verständnis für die Probleme, die Suchtkranke haben.
Hier muss man klar sagen, dass für die unterschiedlichen Suchtformen Beratungsstellen vorhanden sind, die anonym und auch persönlich Hilfe anbieten. Wer süchtig ist oder glaubt, dies zu sein, muss sich nicht verstecken, denn offener Umgang mit der Sucht hilft, diese Krankheit zu besiegen.
geschrieben am 14.09.2010 von Nina Berger
Weitere Casino Artikel
14.09.2010 - Neue Erkenntnisse in Bezug auf Internet- und Glücksspielsucht
13.09.2010 - Südafrika verbietet Online Glücksspiel
10.09.2010 - Casino Bremen bietet Jobs der etwas anderen Art
09.09.2010 - Erholt sich Las Vegas wieder von der Wirtschaftskrise?
08.09.2010 - Vegas Casinos bald auch im Internet zu finden?
08.09.2010 - Sensationelles Urteil des EuGH: Deutsches Glücksspielmonopol nicht tragbar
07.09.2010 - Deutsche Pokermeisterschaft rückt immer näher
06.09.2010 - Erschreckend: Geldautomaten kinderleicht zu manipulieren!
03.09.2010 - Die zwei Seiten der Medaille
02.09.2010 - Sächsische Spielbanken führen neue Gästekarte ein
|
Gratis Testberichte sowie kostenlose Casino Bonus Aktionen direkt an die Mailbox:
|
Alle Artikel zu online Casinos, Wetten und Glücksspiel findet man im Archiv nach Monaten geordnet:
|