Griechenlands Staat gibt sein Glück aus der Hand
Die staatlichen Lotterien Griechenlands, unter anderem auch die OPAP, sollen verkauft werden, an den meistbietenden, damit die Staatskassen des Landes wieder klingen.
Die missliche finanzielle Lage des Landes hat Auswirkungen und der Schritt des Verkaufs ist nur einer, der die Situation des Landes bessern soll. Österreich steht schon Schlange, um vor Ort ein Schnäppchen machen zu können, doch zuerst muss die Situation eingehend geprüft werden.
Bisher hatte OPAP das Monopol in Griechenland inne. Das Unternehmen bietet seit Jahren Sportwetten und Lotterie an. Ein Teil des Unternehmens gehört dem Staat. Der Wert des Konzerns liegt laut Expertenaussage bei rund 1,5 Milliarden Euro. Der Verkauf des Unternehmens aus finanziellen Gründen lässt das Interesse andere Länder größer werden. Vor allem österreichische Unternehmen haben bereits ihr Interesse an dem Konzern bekundet.
Noch sind die Informationen zu dem bevorstehenden Verkauf und er damit einhergehenden Privatisierung der staatlichen Lotterien nur Gerüchte. So lange es hierzu kein öffentliches Statement gibt, bekunden einige Unternehmen war Interesse, aber sind noch nicht so euphorisch sich richtig in das Thema reinzuhängen. Aber auch Novomatic macht deutlich, dass das Interesse vorhanden ist und genaueres geprüft werden wird, sobald der Verkauf eine sichere Sache ist.
Nicht nur der österreichische Konzern Novomatic, sondern auch die Lotterien Österreichs, sind interessiert an den Vorgängen in Griechenland. Noch bleibt allerdings abzuwarten, ob die staatlichen Unternehmen tatsächlich unter den Hammer kommen und wenn dann ist auch von Interesse zu welchen Preisen und Konditionen der Verkauf stattfinden soll.
Laut verschiedener Untersuchungen und Statistiken ist eine Sache bewiesen: das Glücksspiel in Griechenland floriert. Die Griechen scheinen eine unglaubliche Begeisterung für den Glücksspielsektor zu haben, so dass pro Kopf sogar in Griechenland mehr ausgegeben wird, als im benachbarten Italien. Durch die finanzielle Krise in Griechenland jedoch, haben auch die Bewohner des Landes scheinbar etwas weniger Mut ihr Geld in das Glücksspiel zu investieren.
Die Unsicherheit schlägt sich auch auf die Glücksspielbranche nieder. Neben der finanziellen Krise des Landes hat auch Griechenland mit dem Boom des Online Glücksspiels zu kämpfen. Das Glücksspielangebot im Internet ist auch in Griechenland noch illegal. Trotz der Illegalität gehen viele dem online Glücksspiel nach, was weniger Interesse für die Legalen Spielmöglichkeiten mit sich bringt und dadurch auch weniger Einnahmen für den Staat.
Aus diesen Gründen denken nun auch die Verantwortlichen des Landes über mögliche Regulierungen des noch illegalen Online Marktes nach. Durch die Ausschreibung von Lizenzen und der damit einhergehenden Eindämmung der Illegalität, erhoffen sich die Griechen einen neuen Boom in der Glücksspielbranche und damit auch wachsende Einnahmen.
geschrieben am 04.07.2011 von Nina Berger
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