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Glücksspielstudie liefert überraschende Ergebnisse


In einer großen Studie hat das Forschungsunternehmen "EMNID" ermittelt, dass 66 Prozent der Bundesbürger im Hinblick auf Glücksspiel mit Geld dabei sind, doch nicht einmal ein Viertelprozent von ihnen sind Spielsüchtige.

Die Untersagung einiger Formen des Glücksspiels bewirkt keinen guten Effekt auf die Spielweise der Kranken. Das Unternehmen präsentierte im Frühling dieses Jahres eine große Forschungsreihe in Bezug auf die Spielweise der Bundesbürger, dazu machte man mehr als 15.000 Gespräche, deren Resultate nun in der Landeshauptstadt vorgestellt wurden.

Diese machen klar, dass das Glücksspiel ein fester Teil der Gesellschaft ist und 66 Prozent im Laufe der letzten beiden Monate Spiel mit und um Bares genutzt haben, rund 6 Prozent versuchten einmal das Pokerspiel. Hauptsächlicher Beweggrund für die Spieler waren für über 70 Prozent der Nutzer, das Beisammensein mit Freunden und auch die Bekanntschaft mit anderen Menschen und auch etwas Kurzweil und Entertainment zu haben.

Danach wollte man Geld für individuelle Wünsche erspielen. Die Forscher haben sich auch mit den Süchtigen befasst und dabei kamen Dinge heraus, die der politischen Diskussion um die neue Regelung des Glücksspielvertrags frisches Feuer bringen kann. Die deutschen Bundesbürger über 18 Jahren sind nur zu 0,23 Prozent suchtkrank.

Ein Professor für Psychologie in Frankfurt, der die Studie wissenschaftlich mitbetreut hat, sagt, dass die Zahl der krankhaften Spieler schon seit einiger Zeit recht gering bleibt, unter 0,6 Prozent in Deutschland. Das Vorhandensein des Glücksspiels hat keinerlei Einfluss auf die Zahl der Süchtigen. Die Glücksspielform unterliegt auch Tendenzen der Gesellschaft, etwa 20 Prozent des Geldes werden für Poker verwendet und 16 Prozent davon bleiben in Spielbanken.

Vor etwa einem Jahrzehnt war die Verteilung des Spielgeldes noch nicht so wie heute, in dieser Zeit war das Pokerspiel noch ein seltenes Glücksspiel, dies war in der Bundesrepublik der Fall. Ungeachtet dessen ermittelten die Forscher, dass eine Untersagung separater Formen des Glücksspiels keine Konsequenzen nach sich ziehen.

Die Suchtkranken nutzen durchschnittlich fünf Spielformen gleichzeitig und dies sehr viel und oft. Spielt jemand Poker, dann ist die Möglichkeit hoch, dass sie noch andere Kartenspiele für Geld nutzen und auf die Ergebnisse von sportlichen Ereignissen Wetten setzt.

Der Professor vergleicht diese Ergebnisse mit dem Alkoholismus, man findet beispielsweise keinen suchtkranken Alkoholiker für Bier und Champagner, die Unterschiede aufweisen, man findet nur den Trinker, der seine Sucht erfüllt.

Eine Untersagung separater Spielformen ist nicht für den Schutz des Suchtkranken da, sondern fordert nur von ihnen, ihre Suchtquelle zu ändern. Betrachtet man die Sucht im Hinblick des kleinen Vorkommens bei den Menschen im der Bevölkerung, dann ist nicht Suchtquelle die Schwierigkeit, sondern der Nutzer, sagte der Professor bei der Präsentation der Resultate. Verbietet man ein Spiel, gibt es das nächste wieder, auch im Netz.

Die Forschungen wurden von der "Automaten-Wirtschaftsverbände-Info GmbH" im Zeitraum Februar bis Juni 2011 veranlasst.



geschrieben am 08.12.2011 von Laura Koch






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