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Glücksspielvertrag- Es ist nicht alles Gold was glänzt


Die Bundesrepublik Deutschland hat zu wiederholtem Mal gezeigt, dass er seine Gesetzgebung nicht unter Kontrolle hat, denn die Gewinne, welche die staatliche Lotterie eingefahren hat, sind um ein Fünftel gesunken. Wenn man dies auf die jährlichen Einnahmen anrechnet, dann werden die Lotteriegesellschaften eine stolze Summe von einer Milliarde Euro einbüßen müssen.

Es sind massive Sparmaßnahmen aufgrund der hohen Verlustsumme von ungefähr 400 Millionen Euro notwendig. Diese betreffen vor allen Dingen viele Projekte aus Sport, Wohlfahrt und Kultur, denn sie werden aus dem Steuertopf der Lotteriegesellschaft unterstützt. Nicht die Spieler und die Wirtschaftskrise sind für diese Misere verantwortlich, sondern der heftig umstrittene deutsche Glückspielvertrag. Dieser sollte unter anderem die Monopolstellung der staatlichen Lotterie untermauern. Das Problem aber ist, dass er das Onlineglücksspiel rundum untersagt und die Werbung und den Vertrieb beträchtliche Beschränkungen auferlegt.

Die Aufsichtsbehörden handhaben diese Regelungen äußerst lax. Gegen gewerbliche Spielvermittler werden die Verbote rigoros angewandt, gleichzeitig konnte der Deutsche Lotto und Totoblock (DLTB) seine Ausgaben für Werbung wiederholt erweitern. Eine erst kürzlich erstellte Statistik der Nielsen Media Research GmbH zeigt auf, dass über 50 Millionen Euro für Anzeigen-; Radio- und Plakatwerbung ausgegeben wurden. Die enormen Werbeausgaben laufen dem Glücksspielvertrag zuwider. Dennoch ist es den staatlichen Lottoanbietern nicht möglich, einen Ausgleich zu den Umsatzeinbußen herzustellen. Zu diesem Schritt fehlen hauptsächlich Speileinsätze, die in der Regel von gewerblichen Spielvermittlern eingenommen werden würden.

Vor 2007 waren es vor allem die privaten Lotteriezuspieler, wie Faber, Jaxx und Tipp24, die ein Fünftel der Umsätze in den Lotteriegesellschaften eingefahren haben. Diesen wird nicht nur der Spielraum genommen, sondern sie werden auch übertrieben stark kontrolliert. Das Projekt Lotterie kann durchaus auch von Erfolg gekrönt sein, wie die Lotterien in unserem Nachbarland Österreich zeigen. Sie fuhren einen rekordverdächtigen Gewinn ein.

Der Präsident des deutschen Lotterieverbandes fordert, dass sich die zuständigen Politiker mit allen Markteilnehmern zusammensetzen sollen, damit ein vernünftiges Pendant zum katastrophalen Staatsvertrag entstehen kann.



geschrieben am 15.04.2010 von Laura Koch






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