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Glücksspielgesetz in Österreich doch nicht so schlimm wie gedacht


Das neue Glücksspielgesetz in Österreich reduziert die Automaten doch nicht so gravierend wie man anfangs vermutete. Verantwortlich hierfür ist ein Passus, der bis dahin eine geringe Rolle spielt. Dieser gestattet dem Finanzministerium auch weiterhin parallel zu den Zulassungen für das kleine Glücksspiel, bei dem der maximale Einsatz 10 Euro beträgt, auch gesonderte Freigaben für die populären VLTs (Video Lotterie Terminals).

Diese sind eigentlich nichts anderes als herkömmliche Spielautomaten. Nur ist deren Zufallsgenerator mit einem zentralen Server verbunden und liegt nicht im Automaten. Nur der Besitzer der Lotterielizenz, sprich Casinos Austria betrieben werden. Es existieren momentan knapp 800 Automaten dieser Art in Österreich. Sie befinden sich an 12 Standorten und außerhalb von Casinos. In nächster Zeit will Casinos Austria weitere Exemplare dieser Automaten eingesetzt werden, man schätzt, dass es bis zu 5000 sein werden.

Die Regierung gab zur Kenntnis, zu überlegen, ob bei der kommenden Lotterielizenzausschreibung 2012 die Zahl der Automaten eingeschränkt werden soll. Wie viele weitere Casinos mit Spielautomaten aufgemacht werden können, steht noch in den Sternen. Das neue Glücksspielgesetz sieht lediglich einen Mindestabstand von 15 Kilometern zu den öffentlichen Spielhallen vor. Sicher ist, dass die Video Lotterie Terminals für die Casinos Austria AGs eine lukrative Einnahmequelle darstellen.

Mit den zurzeit vorhandenen Automaten auf österreichischem Boden wurden im vergangenen Jahr umgerechnet 361 Millionen Euro eingenommen, dies entspricht einem Umsatz von 462.000 Euro pro Automat. Laut dem neuen Gesetz sollen neben den VLT-Automaten auch noch mehr als 8.300 Spielautomaten existieren, die das kleine Glücksspiel bereitstellen.

Doch die Aussichten auf guten Gewinn können Tirol und Vorarlberg nicht locken, sie wollen weiterhin auf das kleine Glücksspiel verzichten und ihnen genügen ihre Casinos. Ob die VLT-Automaten trotzdem Einzug halten werden, steht noch offen.



geschrieben am 23.04.2010 von Martin Steiner






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