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Gericht entscheidet über Poker als Glücks- oder Geschicklichkeitsspiel


Eddy Scharf, der sich geraum Zeit lang, als Poker Profi feiern ließ, dementiert derzeit vor Gericht seine Pokererfolge. Der Hobbyspieler, der laut eigenen Angaben hauptberuflich Pilot bei der Lufthansa ist, spielte gern hier und da Poker und Medienberichten zu Folge sammelte er im Laufe der Jahre einen Gewinn in Höhe von einer Millionen Euro an.

Das Finanzgericht wollte nachträglich Steuern für diese Gewinne einfordern, womit eine Grundsatzdiskussion darüber entstanden ist, ob es sich beim Poker um ein Glücksspiel oder ein Geschicklichkeitsspiel handelt. Gewinne aus dem Glücksspiel müssen dem Gesetz zu Folge nicht versteuert werden, während das beim Geschicklichkeitsspiel schon ganz anders aussieht.

Das Finanzamt war im Internet über die Gewinner-Meldungen von Eddy Scharf gestolpert und sahen dies als Anlass Steuerzahlungen von ihm und seiner Frau einzufordern. Bei regelmäßigen Gewinnen dieser Art sei von einer gewerblichen Tätigkeit auszugehen, so lautet die Begründung des Finanzamts. Da Scharf jedoch davon ausgegangen ist, dass Gewinne aus dem Glücksspiel in Deutschland steuerfrei seien, reichte er Klage ein. Die Verhandlung vor Gericht wurde von vielen Seiten mit großem Interesse verfolgt, denn die Entscheidung in diesem Fall könnte Richtungsweisend für die gesamte Branche sein.

Mit der Entscheidung vor Gericht wurde erwartet, dass zugleich eine Entscheidung darüber getroffen wird, ob Poker ein Glücksspiel oder ein Geschicklichkeitsspiel ist. Allerdings macht sich das zuständige Gericht es sich vergleichsweise leicht, denn es wurde festgelegt, dass die Gewinne eines Pokerspielers dann versteuerbar seien, wenn dieser regelmäßig Gewinne für sich beanspruchen würde und somit als gewerblicher Spieler (Poker-Profi) auftritt. Zeitgleich entschied das Finanzgericht Köln, dass eine Revision zugelasen ist, womit sich als nächstes der Bundesfinanzhof München mit der gleichen Frage beschäftigen muss.

Die Entscheidung des Kölner Gerichts ist jedoch gleichzeitig so oder so zweifelhaft, da nicht klar wird, ab wann ein Pokerspieler als gewerblicher Spieler gilt und ab wann also die Gewinne versteuert werden müssten. Dies festzulegen erscheint auch nicht so einfach, da erst eine Grenze geschaffen werden müsste, über die sich die Spieler mit Sicherheit beschweren würden. Zahlungsaufforderungen, wie die bei Scharf eingegangene, wurden gleichzeitig an unzählige andere Pokerspieler versendet. Diese hoffen nun darauf, dass das Urteil zu ihren Gunsten ausfallen wird, denn wenn nicht, dann würde diese Steuernachzahlung für viele und auch für Eddy Scharf selber laut eigenen Angaben den finanziellen Ruin bedeuten.

Die Frage, ob Poker ein Glücksspiel ist oder nicht beschäftigt schon seit langer Zeit die Behörden und auch die Spieler selbst. Bisher konnte keine Einigkeit in Bezug auf diese Frage zustande kommen. Doch auch die Pokerspieler selber präsentieren sich von zwei unterschiedlichen Seiten. Auf der einen Seite sind die Spieler stolz darauf durch das eigene Können zum Poker-Profi aufgestiegen zu sein.

Auf der anderen Seite wollen sie keine Steuern auf die Gewinne zahlen, da sie laut eigenen Angaben Gewinne und Verluste selbst gar nicht steuern können, da das Pokern ein Glücksspiel ist. Ob Glück, Pech oder Können, dies scheint Auslegungssache zu sein und von der jeweiligen Situation abhängig, wie das Münchener Gericht in diesem Fall entscheiden wird, bleibt erst einmal noch abzuwarten.



geschrieben am 19.11.2012 von Alexander Peters






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