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Croupier – der neue Zukunftsberuf


Traumjob oder Knochenarbeit? Die Casinobranche hatte in letzter Zeit wenig gute Nachrichten zu vermeiden es verging keine Woche, ohne dass neue Hiobsbotschaften von der Dauerkrise in den Zeitungen zu vermelden waren und dass sich leidgeprüfter Casinobetreiber über das Elend und seine Ursachen wie Rauchverbot, Automatencasinos oder Wirtschaftskrise ausgelassen hätte. Kurz vor Weihnachten letzten Jahres wurden die Casinos des Bundeslandes Sachsen- Anhalt an einen privaten Investor verkauft.

Dies heißt zwar die vorläufige Sicherheit für die Casinos und ihre Mitarbeiter doch die einst so lukrativen Spielhallen erleben einen rasanten Abstieg und Niedergang. Gesamt gesehen präsentiert die Branche derzeit kein gutes Bild, vor allem was ihren Bestand in der Zukunft anbelangt.

Diese Situation genügt meistens, um keine einschlägige Berufsausbildung anzustreben. Trotz der Stärke der aktuellen Krise bildet das Casino in Baden-Baden im Moment erneut Croupiers für Black Jack und Poker aus. Damit investieren sie nach dem Motto des antizyklischen Handelns in die Zukunft, dass heißt in gut ausgebildete Angestellte.

Das sechswöchige Seminar findet in Kürze sein Ende und das Casino konnte reges Interesse verzeichnen. Für viele ist dieser Beruf nicht nur ein reiner Nebenjob sondern der Traumberuf schlechthin. Viele positive Aspekte machen dies zum Traumjob für viele Leute: Eleganz, Glamour, Einsatz weltweit, kurze Ausbildungszeiten Perspektiven an exotischen Orten und auf Kreuzfahrtschiffen, je nach Klientel generöse Trinkgelder und traumhafte Arbeitszeiten sowie eine kostenlose Teilnahme an den Kursen. Viele Croupiers fangen ihre Karriere in Form eines Studentenjobs an, werden von dem Job gefangen genommen und bleiben ihm dann treu.

Dies kommt den Casinos zugute, die von der Erfahrung und dem Know-how ihre langjährigen Angestellten ihren Nutzen ziehen. Doch nicht für alle Teilnehmer halten den Herausforderungen der Ausbildung stand. Die meisten unterschätzen die Talente, die für diesen Job unbedingt erforderlich sind. Man muss nicht nur die Spielregeln im Kopf haben, sondern auch Falschspieler entlarven und was ganz wichtig ist, die Gäste bei Laune halten. Ein perfektes Image, Sensibilität im Umgang mit Menschen, Ausstrahlung von Autorität ohne danebenzugreifen, wie beispielsweise bei betrunkenen Besuchern. Dazu gehören auch tadellose Manieren, Selbstvertrauen und Gelassenheit und eine Rechenstärke, um eine reibungslose Auszahlung zu gewährleisten und schnell im Kopfrechnen zu sein.

Flexibilität wird auch verlangt, denn man muss bereit sein, nachts und am Wochenende zu arbeiten. Der Segen der Einsatzmöglichkeiten an anderen Orten kann schnell zum Fluch werden, denn es gibt nicht unbegrenzt viele Casinos und was man in jungen Jahren heiß begehrte, wird zu Last. In Österreich und der Schweiz existieren bereits Fachschulen, die es hierzulande nicht gibt, die Ausbildung findet in einem Casino statt. So sind einheitliche Standards Mangelware, während sich die Inhalte doch mehr oder weniger gleichen.

Interessierten wenden sich an die Casinos, in denen sie arbeiten möchten und erkundigen sich nach Kursen, die nicht immer ausgeschrieben werden. Das Online Casino war als Untergang der Berufe in der Casinobranche verschrien, doch die Wünsche der Besucher lassen eine spannende Tendenz erkennen. Viele Betreiber beschäftigen Live-Croupiers, denen man als virtueller Besucher bei ihrer Tätigkeit über die Schulter sehen kann.

Antidiskriminierungsgesetze sind hier von geringem Interesse denn gutes Aussehen ist das A und O, denn die Croupiers sollen als Aushängeschild des Casinos fungieren und Kundschaft herlocken. Weibliche Croupiers sind deutlich in der Unterzahl, ein Grund mehr für die Damen, die Herren einzuholen. Ein bekanntes Beispiel ist die Poker-Diva Isabelle "No Mercy" Mercier. Sie arbeitete während ihres Studiums als Croupier und schlug dann eine Laufbahn als Pokerprofi ein.



geschrieben am 10.05.2010 von Nina Berger






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