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Casinos Austria Gruppe CAI schreibt roten Zahlen


Die ausländische Tochter der Casinos Austria, die Casino Austria International hat in den ersten 6 Monaten dieses Jahres dunkelrote Zahlen geschrieben. Von Januar bis Juni machte das Unternehmen einen Verlust von über 14 Millionen Euro und das nach einem Gewinn von knapp 25 Millionen Euro in der Vorjahreszeit.

Die Spieleinnahmen sanken um 4.7 Prozent auf 104,1 Millionen Euro, so sagt es der vor kurzem veröffentliche Halbjahresbericht. Die Konsequenzen der Krise in Europa haben dem Glücksspiel im Casino schwer zu schaffen gemacht. Im Juni war die Fußball-WM interessanter als das Glücksspiel.

Und die, die trotzdem spielten, ließen durchschnittlich weniger Geld da. Die Nettospieleinnahmen konnte man mithilfe der Beiträge aus den Sektoren Australien und Asien, Kanada und Südamerika um 5,3 Prozent auf 60,6 Millionen Euro anheben. Die Bruttospieleinnahmen schrumpften aber aufgrund des Rückgangs in Europa um 5,8 Prozent auf 92, 6 Millionen Euro.

Beim Geschäftsbereich "Europa, Naher Osten und Afrika", der viel größer ist, ist das Sektorresultat auf -10,9 Mio. (+29,2 Mio.) Euro eingebrochen. Das Betriebsergebnis der Gruppe sank auch in die roten Zahlen und betrug -7,5 Millionen (+28,3 Millionen) Euro. Im letzten Jahr hatte ein Veräußerungsgewinn in Höhe von über 26 Millionen Euro einen guten Einfluss auf das Betriebsergebnis.

Momentan sind Ausgaben im Kontext mit der Ausdehnung des Produktportfolios um Unterhaltungszentren, Online Gaming und der Errichtung des Video Lottery Terminals eine große Belastung. Das finanzielle Ergebnis verschlechterte sich von -4,7 Mio. auf -8,1 Mio. Euro.

Grund dafür waren Vorsorgen wegen des angestiegenen Länderrisikos in Griechenland von 3,4 Millionen Euro, sagt die Casinos. Vor zwei Monaten hatte die Gruppe CAI Holding eine Anleihe von 120 Millionen Euro gemacht und diese dann auf 140 Millionen erhöht.

Nach der neuen Emission hat die Gruppe im Juli 8,5 Millionen Euro Nominale der im April gemachten Unternehmensanleihe zurückerworben, so im Halbjahresbericht. Noch mehr Transaktionen würde man momentan in der Verbindung mit der Marktlage ausarbeiten.

Die Kosten der neuen Emission und der Rückläufe stellten für das Sektorergebnis "Corporate und Finanzierung" im folgenden Halbjahr 2010 eine Belastung dar, so die CAI. Für das ganze Jahr rechnet man im Vorstand mit geringeren Spieleinnahmen als im letzten Jahr.

In Nord- und Südamerika wird erwartet, dass die Nettospielgewinne in die Höhe klettern. Im zweiten Halbjahr ruht der Fokus des Unternehmens auf den VLTs in Italien. Im Großen und Ganzen sollen im Laufe der kommenden 12 Monate 15 bis 20 VLT-Outlets mit je 50 bis 120 mit der Zentrale verbundenen Automaten ihre Pforten öffnen.

In Belgien hofft man, eine Online Gaming Zulassung zu bekommen. Ein entsprechendes Gesetz, nach dem Betreiber mit einer inländischen Zulassung eine Online Gaming Zulassung bekommen können, sei vor kurzem abgesegnet worden.

In der belgischen Hauptstadt ist man hier schon mit einem Casino vertreten. In den vorhandenen Betrieben ist es nötig, dass das Unternehmen weiter auf die Kostenbremse tritt, denn im ersten Halbjahr hat die CAI ihre durchschnittliche Anzahl an Mitarbeiter auf 3.741 gesenkt.

Im ersten Halbjahr 2009 waren es 3.585 Mitarbeiter. Die CAI ist der Ansicht, dass aufgrund der Sparmaßnahmen der Regierungen werden entweder Gewinne aus Glücksspielen höher mit Steuern belegt oder mehr Zulassungen vergeben werden.
In Staaten wie Australien, Argentinien, der Bundesrepublik oder der Schweiz habe es schon Anpassungen bei den Steuern gegeben. Im Kontext mit möglichen Lizenzvergaben wolle man Erweiterungschancen in selektiven Märkten nutzen.



geschrieben am 17.09.2010 von Alexander Peters






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