Casino Lindau vor dem Ruin
Wenn nicht bald entsprechende Pläne vorgelegt und Ideen in den Raum geworfen werden, dann wird sich das Casino in Lindau nicht mehr lange am Leben halten können.
Die Betreiber stehen kurz vor dem Ruin und der Spielbank droht die Schließung, wenn nicht bald was gegen die derzeitige Situation unternommen wird. In besonderer Sorge sind vor allem die 71 Angestellten der Spielbank, da sie Angst haben bald ihre Existenz verlieren zu können.
Der Personalratsvorsitzende Roland Boso setzt sich für die Interessen der Mitarbeiter ein. Es ist nicht so, dass die Probleme nicht schon längt bekannt wären, doch scheinbar bedarf es mehr, um eine Änderung von Seiten des Ministeriums zu erwarten.
Das Problem auf das eingeführte Rauchverbot zu schieben ist eine Sache, doch dies löst die Probleme der Angestellten und der Betreiber nicht im Geringsten. Die zurückgegangenen Besucherzahlen und damit die weiterhin zurückgehenden Gewinne sind nicht nur wegen dem Rauchverbot eingetroffen. Der Markt habe sich verändert und daher müsse sich normalerweise der Situation angepasst werden, so Boso. Zuständig müssten eigentlich Lotterieverwaltung und Ministerium sein.
Hier müsste man sich Gedanken zu dem Problem machen und Änderungsvorschläge vorbringen. Doch obwohl das Problem bereits seit einem Jahr bekannt ist, liegen noch keine Lösungsvorschläge vor. Da in dem Ministerium nicht geschehen ist, hat die Mitarbeitervertretung selber schon Konzepte entwickelt, die mit dem Ministerium ausgetauscht werden sollten, doch dieses konnte immer noch keine Ansätze vorlegen.
Aufgrund dieser Ereignisse ist es verständlich, dass der Personalratsvorsitzende Boso seinen Zorn nicht mehr zurückhalten kann. Er hat sich nun an den Landtag gewandt und hofft hier auf Hilfe. Zudem ist er mit seinem Problem zu der Oberbürgermeisterin Petra Seidl gegangen und erhofft sich dadurch, dass bald endlich Taten folgen. Auf dem Spiel stehen immerhin neben dem Spielbetrieb des Casinos ganze 71 Arbeitsplätze, die durch die Schließung der Spielbank mit einem Mal wegfallen würden.
Bose betont, dass die Spielbank nicht nur selber die Erträge einheimst, sondern der Stadt diese Erträge zu Gute kommen, da Beträge an diese überwiesen werden und bestimmte Vereine und Kulturprojekte durch die Spielbank unterstützt würden. Dies sollte vom Ministerium zusätzlich berücksichtigt werden, ansonsten würden die Grundlagen schon nicht stimmig sein. Es wird nämlich angegeben, dass der Freistaat Millionen in die Spielbanken investieren muss, was unter dem Gesichtspunkt der Zahlungen an die Stadt und die Vereine so nicht richtig wäre.
Andere Spielbanken, wie beispielsweise das in Bregenz, hätten es laut Boso schon korrekt vorgemacht. Dort steigen die Kundenzahlen und damit auch die Erträge und dies nicht nur wegen der Erlaubnis zu rauchen. Darüber hinaus haben sich die Zuständigen dort Gedanken über das Konzept gemacht und sind sehr Kundenorientiert in Bezug auf den Spielbetrieb.
Mit angepassten Regelungen wie niedriges Eintrittsalter, Begrüßungsdrinks und einer einfachen Handhabung mit Kreditkarten können die Betreiber der Spielbank ganz einfach Kunden gewinnen. Boso wünscht sich Unterstützung von Politikern, damit nach diesem Beispiel auch in Lindau vorgegangen und viele Arbeitsplätze gerettet werden können.
geschrieben am 11.08.2011 von Nina Berger
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