Das Casino Aachen bangt und zittert um seine Existenz
Immer weiter zurückgehende Besucherzahlen machen dem Casino Aachen sehr zu schaffen. Gerüchten zufolge soll das Casino bald geschlossen werden. Im vergangenen Jahr nahm es nur knapp 9 Millionen Euro ein, ein Fünftel weniger als im vorletzten Jahr.
Was mit dem Casino Aachen schlussendlich geschehen soll, wird erst nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen entschieden werden, so die Landtagskandidaten Schultheis (SPD), Laschet (CDU) und der Vorsitzende des Betriebsrats, Nolden. Schultheis besuchte laut Nolden das Casino, um sich über die Lage und die weiteren Entschlüsse ein besseres Bild machen zu können. Westspiel, der Casino Betreiber hat ein klares Ziel vor Augen, nämlich das Casino Aachen wegen eines gewinnträchtigeren Projekts in der Domstadt Köln zu schließen.
Der Landtag muss dieses Vorhaben erst absegnen. Laut Nolden dürfe man sich noch im Jahr 2010 Hoffnungen auf einen Entschluss machen. Frühestens zum Ende des Jahres 2012 könnte der Umzug nach Köln abgewickelt werden. Doch Fakt ist, dass dies nicht die einzigen Vorhaben in Bezug auf das Casino sind. Vor 8 Jahren wurde eine verhängnisvolle Teilung von Automaten und dem restlichen Casino durchgeführt, die nun wieder rückgängig gemacht werden soll. Der Spielautomat, der Goldesel des Casinos, bringt derzeit nicht viel ein. Nur etwa 41.000 Besucher kamen im vergangenen Jahr ins Spielautomaten Casino in der nordrhein-westfälischen Stadt Aachen. Fast doppelt so viele Spieler nutzen die Angebote für Poker, Roulette und viele mehr in der Monheimsallee.
Ein solch klaffender Unterschied kommt selten vor. Die Trennung mache dem Casino zu schaffen, was auch dem Betriebergebnis nicht zuträglich sei, so Nolden. Doch zuerst muss die Standortfrage beantworten werden, bevor eine Entscheidung über die wiederholte Zusammenführung der beiden Casino Teile gefällt werden kann, sollte dies der Fall sein. Schultheis will den Standort Aachen unbedingt beibehalten, für ihn kommen Privatisierungen nicht in Frage.
Es gelte nun, die Wettbewerbsverzerrung durch die privaten Automaten Casinos näher zu beleuchten. Er ist der Ansicht, dass eine Verbindung des Casinos mit dem Eurogress, sowie erhöhte Werbemaßnahmen das Casino retten kann. Nicht nur der Standortfaktor sondern auch die etwa 120 Arbeitsstellen seien hier von großer Wichtigkeit.
geschrieben am 13.05.2010 von Martin Steiner
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