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Bayerische Spielbanken in Not


Vor einige Zeit gab es schon die ersten Anzeichen dafür und jetzt haben sich die Vorzeichen erfüllt und die Spielbanken Bayerns sehen sich in wirklicher Not. Die Casinos sind pleite und benötigen Staatsgelder, um sich überhaupt noch über Wasser halten zu können.

Einige Entlassungen der Mitarbeiter und andere Sparmaßnahmen, scheinen nicht ausreichend gewesen zu sein, um die Spielbanken vor der Pleite zu schützen. Die neun bayerischen Spielbanken haben von staatlicher Seite aus 8 Millionen Euro als Hilfe zugesprochen bekommen und trotzdem scheinen die Geschäfte für die Casinos nicht recht bergauf gehen zu wollen.

Bisher wird versucht die Schließungen von Spielbanken zu vermeiden. Es ist geplant, dass alle Etablissements weiterhin offen bleiben. Sieben der neun Spielbanken schreiben rote Zahlen, lediglich zwei Casinos machen ein wenig Gewinn. Weitere Häuser haben seit ihrer Erbauung noch nicht einmal schwarze Zahlen geschrieben. Die Bilanz ist frappierend.

Den Mitarbeitern wurde eine verlockende Abfindung geboten, wenn sie freiwillig gehen. Einige sind diesem Angebot nachgekommen, jedoch nicht ausreichend viele. Die Verantwortlichen wollen jedoch eigentlich keine Kündigungen aussprechen, so Lange es vermieden werden kann. Wenn es jedoch am Ende nicht anders geht, drohen einigen Mitarbeiter Kündigungen, aufgrund der misslichen Lage der Spielbanken.

Gründe für die roten Zahlen, die von den Spielbanken geschrieben werden, sehen Experten vor allen Dingen bei dem eingeführten Rauchverbot in den Etablissements. Dadurch, dass die Raucher ausgegrenzt werden, suchen die sich Spielalternativen im angrenzenden Ausland, wo Rauchen weiterhin erlaubt bleibt. Als anderen Grund werden die Spielhallen in den Städten angeführt, die sich als harte Konkurrenz für die Casinos herausgestellt haben und den Spielbanken Kunden entziehen.

Das Finanzministerium hat nun für die derzeitige Situation Sanierungspläne entwickelt, die die Spielbanken betreffen. Diese werden jedoch von anderen Seiten her hart kritisiert, da die Pläne nicht auf die einzelnen Häuser abgestimmt sind, sondern allgemein gehalten werden und damit manchen Häusern, die ganz gut funktionieren, nur zusätzlichen Schaden zufügen könnten. Kritiker meinen, dass die Spielbanken noch weiter eingegrenzt werden, während die Spielhallen freie Bahn haben.

Auch die Privatisierung der Spielbanken sei bereits im Gespräch, jedoch sind die Meinungen und Vorschläge noch so kontrovers, dass die Diskussionen noch eine Weile so weitergehen werden, bevor eine Entscheidung getroffen werden kann, mit der sich alle Parteien, Vorstände und Betroffenen arrangieren können.



geschrieben am 19.07.2011 von Laura Koch






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